Normenreihe für saubere Atemgeräte

Ausrüstung und Schutzvorkehrungen im medizinischen Bereich sind angesichts der COVID-19-Pandemie noch relevanter als ohnehin schon. In diesem Zusammenhang ist die neu erschienene Normenreihe DIN EN ISO 18562 „Beurteilung der Biokompatibilität der Atemgaswege bei medizinischen Anwendungen“ hilfreich für Hersteller von medizinischen Beatmungsgeräten und Unternehmen, die nun ad hoc und ohne Vorerfahrung solche Geräte produzieren wollen. Die Normenreihe soll die Patientensicherheit verbessern und steht ab sofort bis auf Weiteres kostenlos zur Verfügung. Sie definiert Prüfverfahren und Akzeptanzkriterien, mit denen sich einschätzen lässt, wie hoch das Risiko ist, dass der Gasstrom der Geräte potenziell gefährliche Stoffe auf den Patienten überträgt. Die Verfahren sind Teil des Risikomanagementprozesses der Hersteller.

Wie Computer einen Corona-Impfstoff entwickeln könnten

Die neuen Methoden der computergestützten Wirkstoffentwicklung und ihre Vorteile erläutert Jens Meiler, Humboldt-Professor der Universität Leipzig, im Interview. Der Bioinformatiker und Chemiker erklärt, wo seine Forschung direkt ansetzt und womit Rechner bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, welches die Krankheit COVID-19 auslöst, unterstützen können. Die Forschungsgruppe um Meiler arbeitet noch hauptsächlich an der Vanderbilt University in Nashville, USA. An der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig befindet sich sein neues Institut für Wirkstoffentwicklung derzeit im Aufbau mit dem Ziel, vor Ort Forschungsgruppen zu etablieren, die ähnliche Fähigkeiten haben.