Bedarf an digitalen Gesundheitslösungen nimmt weltweit zu

Ob digitale Sprechstunde, E-Health oder KI in der Medizin: Digitale Gesundheitslösungen galten schon vor der Corona-Pandemie als Zukunftstrend. Jetzt erhält das Thema Digital Health einen zusätzlichen Schub. In einer Studie vergleicht Germany Trade & Invest (GTAI) die unterschiedlichen Digitalisierungsansätze wichtiger Gesundheitsmärkte. Welche Ziele haben sich einzelne Länder gesetzt? Welche Strategien werden verfolgt? Welche Schwerpunkte dominieren? Wie ist der Markt vor Ort und welche Chancen tun sich für deutsche Unternehmen auf? In insgesamt zehn Ländern wurde die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft anhand dieser und weiterer Fragen untersucht.

Kritik am NIPT-Bluttest durch BVNP

Sobald werdende Eltern den positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten, beschäftigt sie die Frage, ob ihr Baby gesund zur Welt kommt. Um das Risiko für Fehlbildungen einzuschätzen, kann unter anderem ein Bluttest auf kindliche Chromosomenanomalien durchgeführt werden. Dieser „nicht-invasive pränatale Test“ (NIPT) wird zukünftig für Schwangere mit bestimmten Risiken zur Kassenleistung. Doch worüber gibt er Auskunft? Antworten soll die Versicherteninformation des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) geben, die gerade im Stellungnahmeverfahren ist. Der Berufsverband niedergelassener Pränatalmediziner e.V. (BVNP) sieht darin gravierende Mängel.

Beatmungssysteme auf dem Prüfstand

Im Zuge der Coronakrise ist weltweit die Nachfrage nach Beatmungsgeräten gestiegen. Etliche Hersteller arbeiten deshalb fieberhaft an der Entwicklung neuer Beatmungssysteme, die in erster Linie den Ländern zugutekommen sollen, die sich teure Hightech-​Geräte nicht leisten können.

Doch ganz so einfach ist das nicht. Ehe solche Systeme im industriellen Massstab produziert werden können, bedarf es standardisierter Tests. Und weil auch an der ETH Zürich zurzeit ein Beatmungsgerät in Entwicklung steht, haben Forschende der Professur für Produktentwicklung und Ingenieurdesign einen Prüfstand aufgebaut, mit dem sie verschiedenste Beatmungssysteme eingehend untersuchen können.

Bild der Woche: Gesundheitsausgaben im Jahr 2018 gestiegen

WIESBADEN – Die Gesundheitsausgaben in Deutschland beliefen sich im Jahr 2018 auf 390,6 Milliarden Euro oder 4 712 Euro je Einwohnerin bzw. Einwohner. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entspricht dies einem Anstieg um 4,0 % gegenüber 2017. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag 2018 bei 11,7 % und damit 0,1 Prozentpunkte höher als 2017. Für das Jahr 2019 wird auf Basis bereits vorliegender und fortgeschriebener Werte ein weiterer Anstieg auf 407,4 Milliarden Euro geschätzt, das wären 4,3 % mehr als im Jahr 2018.