Thryves neue App ermöglicht klinischen Studien Zugang zu Daten von Apple, Google & Co – Robert Koch-Institut erster Partner

Das Technologie-Startup Thryve ermöglicht mit einer neuen White-Label-Lösung für klinische Studien die schnelle und einfache Erfassung von Patient-Reported Outcomes (klinische Fragebögen in Studien) und sogenannter Real-World-Evidence aus dem Alltag der Patient:innen von mehr als 300 Wearables und vernetzten medizinischen Sensoren. Erstmals wird die Lösung vom Robert Koch-Institut eingesetzt.
Zusammenfassung der Ankündigung:
- Thryves neue Lösung für klinische Studien ermöglicht das Verteilen von digitalen Fragebögen direkt auf das iOS- oder Android-Smartphone von Patient:innen.
- Über die App können Daten von mehr als 40 Consumer Health-Quellen, darunter Smartwatches, Fitnesstracker aller gängiger Hersteller, medizinische Sensoren wie Blutzuckermessgeräte, sowie Mikrobiom- und Bluttests für zu Hause angebunden werden.
- Erstmals wird die Lösung vom Robert Koch-Institut eingesetzt: Mit der Corona-Datenspende 2.0 werden die Auswirkungen der Pandemie in zahlreichen Studien tiefer erforscht, die App basiert auf der neuen Technologie von Thryve.
- Thryve ermöglicht der Forschung, unabhängig von den geschlossenen Plattformen der Big-Tech-Giganten Apple (Research Kit) oder Google (Verily) zu agieren.
Thryve, Europas führender Technologie-Anbieter für die Integration, Verarbeitung und Analyse von vernetzten Gesundheitssensoren, stellt eine neue technologische Lösung für klinische Studien vor. Die Plattform ermöglicht der Forschung nie dagewesene Einblicke in die langfristige Gesundheitsentwicklung von Patient:innen.
Aufbauend auf der bisherigen Kooperation mit dem Robert Koch-Institut und weiteren Projekten aus Forschung und Praxis ermöglicht Thryve einen neuen Ansatz in der Erforschung, Messung und Bewertung von Krankheiten sowie deren Versorgung und Therapien.
Bisher wurden neue Erkenntnisse über Krankheiten und Therapien auf Basis von manuell (und analog) erhobenen, stichprobenartigen Gesundheitsdaten generiert. Diese binden wertvolle ärztliche Ressourcen und machen klinische Studien entsprechend teuer.

Real-World-Data liefert 24/7 Transparenz über die Gesundheitsentwicklung der Patient:innen
Die neue Lösung von Thryve ermöglicht es erstmals, ergänzende Daten aus dem Alltag der Patient:innen über lange Zeiträume automatisch und passiv zu erfassen. Krankheiten und Behandlungsfaktoren können mit einer hohen Datendichte erfasst werden: Welchen Einfluss hatte das Wetter auf den Migräneschub? Wie reagieren Diabetiker:innen auf Gummibärchen nach einer Runde Sport? Und wie verändern sich Entzündungswerte bei Rheumatiker:innen in Abhängigkeit von Schlaf und täglicher Bewegung?
Diese Informationen führt Thryve in einer einheitlichen Datenplattform zusammen. Die Vorteile: Sie stärkt die Datenbasis der deutschen Spitzenforschung. Gleichzeitig entlastet sie Ärzt:innen und Forscher:innen in der Datenerhebung. Durch die Echtzeitüberwachung der eingehenden Daten wird ein schneller und umfassender Überblick über alle Aktivitäten und den Studienfortschritt ermöglicht.
Die ersten Partner: das Robert Koch-Institut, die FU Berlin und das inav
Die vorgestellte Lösung kommt erstmals zusammen mit dem Robert Koch-Institut zum Einsatz: Im Zuge der Corona-Datenspende wird eine angepasste Version der App von Thryve eingesetzt, um weitere Studien zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie umzusetzen. Die Corona-Datenspende hat mehr als 500.000 Nutzer:innen.
Darüber hinaus wird die neue Infrastruktur in einer Studie der FU Berlin in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse eingesetzt. In der BluesWatch+-Studie wird der Einsatz von Wearable-Daten in der Depressionstherapie untersucht.
In weiteren Partnerschaften, u.a. mit der Charité Universitätsmedizin Berlin und dem Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav), soll die neue Infrastruktur klinischen Studien zugrunde liegen. „Die moderne Versorgungsforschung kann enorm von der neuen technologischen Lösung von Thryve profitieren“, erklärt Univ.-Prof. Dr. oec. Volker E. Amelung, Gründer und Geschäftsführer des inav. „Die Kombination aus ePRO-Fragebögen und konstantem passivem Gesundheitsmonitoring über die Einbindung externer Sensoren ermöglicht neue Arten der Messungen von Versorgungseffekten und bei positiver Nutzenbewertung höhere Erstattungen.“
„Die Corona-Datenspende hat gezeigt, dass moderne Forschung im Gesundheitsumfeld enorm von der Einbindung der Datensilos von Apple, Google & Co profitieren kann“, erklärt Friedrich Lämmel, Gründer und Geschäftsführer von Thryve. „Für mehr als fünf Millionen Patient:innen in Deutschland ist das konstante, passive Messen der Gesundheit mit vernetzten Sensoren Alltag. Wir sorgen dafür, dass nicht nur Big-Tech, sondern auch die klinische Forschung von diesem Trend profitiert.“