Vier Maßnahmen zur Infektionsprävention

Infektionsprävention muss künftig eine dauerhafte gesundheitspolitische Priorität werden und sollte auch ein Schwerpunktthema auf der Agenda der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sein. Das fordert der BVMed-Fachbereich „Nosokomiale Infektionen“ (FBNI) in einem Positionspapier mit dem Titel „Infektionen vermeiden – Bewusst handeln“. „Ein Großteil der behandlungsassoziierten Infektionen ist vermeidbar, vor allem durch bessere Hygiene.

Phillipinen: Medizinischer Bedarf nur durch Importe zu decken

Das Gesundheitssystem des Archipels galt bereits vor der Krise als ausbaufähig und die medizinische Versorgung insbesondere in abgelegenen Regionen als unzureichend. Nun soll der Gesundheitssektor durch verschiedene Maßnahmen gestärkt werden. Unter anderem ist eine reibungslosere Verteilung von medizinischen Ausrüstungen und Materialien durch eine erleichterte Zollabwicklung geplant. Außerdem hat die Weltbank dem Sektor einen Kredit in Höhe von umgerechnet 92 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Davon sollen unter anderem die Laborkapazitäten ausgeweitet und medizinische Geräte wie Beatmungsmaschinen, tragbare Röntgenapparate oder Testinstrumente angeschafft werden.

Bahrain und Covid-19: Stellenwert der Telemedizin

Dank eines soliden Gesundheitssystems und konsequenter Maßnahmen der Regierung scheint das kleine Golfemirat derzeit (noch) gut gegen die Corona-Pandemie gewappnet. Im Gesundheitssektor nimmt Telemedizin einen zunehmend höheren Stellenwert ein – eine Entwicklung, von der auch deutsche Exporteure profitieren können.

Bedarf an digitalen Gesundheitslösungen nimmt weltweit zu

Ob digitale Sprechstunde, E-Health oder KI in der Medizin: Digitale Gesundheitslösungen galten schon vor der Corona-Pandemie als Zukunftstrend. Jetzt erhält das Thema Digital Health einen zusätzlichen Schub. In einer Studie vergleicht Germany Trade & Invest (GTAI) die unterschiedlichen Digitalisierungsansätze wichtiger Gesundheitsmärkte. Welche Ziele haben sich einzelne Länder gesetzt? Welche Strategien werden verfolgt? Welche Schwerpunkte dominieren? Wie ist der Markt vor Ort und welche Chancen tun sich für deutsche Unternehmen auf? In insgesamt zehn Ländern wurde die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft anhand dieser und weiterer Fragen untersucht.

Bild der Woche: Gesundheitsausgaben im Jahr 2018 gestiegen

WIESBADEN – Die Gesundheitsausgaben in Deutschland beliefen sich im Jahr 2018 auf 390,6 Milliarden Euro oder 4 712 Euro je Einwohnerin bzw. Einwohner. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entspricht dies einem Anstieg um 4,0 % gegenüber 2017. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag 2018 bei 11,7 % und damit 0,1 Prozentpunkte höher als 2017. Für das Jahr 2019 wird auf Basis bereits vorliegender und fortgeschriebener Werte ein weiterer Anstieg auf 407,4 Milliarden Euro geschätzt, das wären 4,3 % mehr als im Jahr 2018.

METAV Web-Sessions

Vom 15. bis 19. Juni 2020 lädt METAV-Veranstalter VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), Frankfurt am Main, zu den METAV Web-Sessions unter dem Motto „Let’s talk about innovation“ ein. „Nachdem die METAV 2020 aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden musste, wollen wir Besuchern und Ausstellern mit den METAV Web-Sessions einen Ausgleich bieten“, sagt VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer.

Ottobock Umsatz überspringt erstmals Milliardenmarke

Das international tätige Medizintechnikunternehmen Ottobock hat seinen Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2019 fortgesetzt. Der Umsatz stieg nominal um 8 Prozent auf 1.003 Millionen Euro (Vorjahr: 927 Millionen Euro) und übersprang erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro. Unterstützt durch das Umsatzplus und dank der konsequent gesteigerten Effizienz stieg der bereinigte operative Gewinn vor Sondereffekten (Underlying EBITDA) überproportional um 10 Prozent auf 191 Millionen Euro (Vorjahr: 174 Millionen Euro).

BVMed-Gesprächskreis Gesundheit

„Durch das Herunterfahren der klinischen Versorgungen und die erheblich reduzierte Patientenversorgung in den niedergelassenen Praxen sind die Hilfsmittel-Leistungserbringer erheblich unter Druck geraten“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne, Berichterstatter seiner Fraktion für den Hilfsmittelbereich, auf dem digitalen „Gesprächskreis Gesundheit“ des BVMed am 13. Mai 2020. Er forderte Unterstützungsmaßnahmen für die Hilfsmittel-Leistungserbringer, um die Versorgung der Patienten vor Ort sicherzustellen. Wichtig sei zudem eine klare Ansage, dass planbare Operationen jetzt wieder möglich sind und durchgeführt werden sollten. Kühne wies in der Diskussion mit den BVMed-Unternehmen auch darauf hin, dass die Corona-Krise auch Chancen biete, Prozesse zu optimieren, administrative Hemmnisse abzubauen und die Digitalisierung voranzubringen.

Geschäftsjahr der Fraunhofer Gesellschaft erfolgreich

Im Jahr ihres 70. Jubiläums setzte die Fraunhofer-Gesellschaft ihre erfolgreiche Entwicklung mit neuen Rekordwerten fort. Mit rund 2,8 Milliarden Euro erreichte das Finanzvolumen eine Steigerung von 8 Prozent; die Vertragsforschung allein ist mit einem Ergebnis von 2,3 Milliarden Euro um 6 Prozent gewachsen. Die Basis für diese Erfolge bilden die 28 000 Mitarbeitenden in 74 Instituten und Forschungseinrichtungen, die mit erstklassiger Kompetenz und großem Engagement jeden Tag wissenschaftlich, organisatorisch und administrativ Herausragendes leisten.

Gemeinsames Paper der Hilfsmittelverbände

Die in der „Interessengemeinschaft Hilfsmittelversorgung“ (IGHV) zusammengeschlossenen 16 Verbände fordern in einem gemeinsamen Positionspapier, die Mehrausgaben der Hilfsmittel-Leistungserbringer für Persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu finanzieren und Mindereinnahmen zu kompensieren. Nur durch Unterstützungsmaßnahmen beispielsweise analog zum Heilmittelbereich könne eine flächendeckende und wohnortnahe Versorgung mit Hilfsmitteln aufrechterhalten werden, heißt es in dem Papier „Anforderungen zur Sicherstellung der Hilfsmittelversorgung“ der Verbände BEH, BVMed, BIV-OT, BVZ, EGROH, Eurocom, f.m.p., Innungsverband Orthopädie-Schuhtechnik NRW, QVH, rehaKind, rehaVital, RSR, Sanitätshaus Aktuell, SPECTARIS, VVHC und ZVOS.

Covid-19 in Rumänien offenbart Defizite

Rumäniens Gesundheitswesen ist in Bedrängnis. Seit Beginn der Krise treten Probleme in der medizinischen Infrastruktur besonders deutlich hervor. Staatliche Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus wirken sich unter anderem auch auf das Vertragsrecht im deutsch-rumänischen Handelsverkehr aus.

Eckert-Ziegler verzeichnet stabiles Quartal

Die Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG (ISIN DE0005659700, TecDAX), ein Spezialist für isotopentechnische Anwendungen in Medizin, Wissenschaft und Industrie, hat das erste Quartal 2020 mit Umsätzen von 44 Mio. EUR und einem Ergebnis von 0,98 EUR pro Aktie trotz Sonderbelastungen aus Corona und dem Ölpreisverfall in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals abschließen können. Während die Umsätze um rund 1 Mio. EUR oder 2% anstiegen, lag der Jahresüberschuss um 0,16 EUR oder 14% unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Bild der Woche: Mit dem Roboter zur Visite

Universitätsmedizin Berlin hat zu Beginn der Corona-Pandemie das Save-Konzept* entwickelt. Als Level-1-Klinik steuert die Charité dabei berlinweit die Belegung der Intensivbetten und versorgt die schwersten Fälle. Zusätzlich werden die intensivpflichtigen Patienten in anderen Krankenhäusern der Region telemedizinisch mitbetreut.

BVMed: „Komplexe Medizinprodukte-Lieferketten beachten“

Berlin | Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, appelliert im Vorfeld der Anhörung zum Zweiten Bevölkerungsschutzgesetz, auch in Krisenzeiten die marktwirtschaftlichen Prinzipien und die komplexen Lieferketten und Produktionsnetzwerke der MedTech-Branche zu beachten, um Versorgungsengpässe zu vermeiden. „Wichtig ist, dass die komplexen Liefer- und Versorgungsketten unserer Branche nicht durch staatliche Eingriffe wie Beschlagnahme oder Exportbeschränkungen beeinträchtigt werden“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll. Die BVMed-Stellungnahme zum Gesetzentwurf kann unter www.bvmed.de/positionen abgerufen werden.

Merck investiert in KI-Chip-Startup SynSense in China

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute eine Kapitalbeteiligung an SynSense (ehemals aiCTX), einem auf neuromorphes Computing spezialisierten Startup mit Standorten in China und der Schweiz bekannt gegeben. Die Prozessoren und Sensoren des Startups zeichnen sich durch einen extrem geringen Stromverbrauch in Kombination mit niedriger Latenz aus und eignen sich damit für ein breites Spektrum an KI-basierten Anwendungen des Edge-Computings in den Bereichen Smart Home, Smart Security, autonomes Fahren, Drohnen oder Robotik.