Wird Covid-19 zum Turbo für die digitale Transformation?

Großflächige Homeoffice-Möglichkeiten, E-Learning und Online-Medizin – was bis vor Kurzem noch unmöglich schien, ist Alltag geworden. Die Corona-Krise ist ein Wendepunkt in der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Während in den vergangenen Jahren viel über ihre disruptive Kraft diskutiert, aber wenig gehandelt wurde, zeigt sich in der jetzigen Krise der wahre Charakter digitaler Innovationen. Sie machen Unternehmen und Organisationen in Krisenzeiten anpassungsfähig, handlungsfähig und damit überlebensfähig. Digitale Innovation ist damit gleichbedeutend mit „digitaler Resilienz” – sprich der Fähigkeit, sich mittels Digitalisierung bestmöglich gegen unvorhergesehene Krisen und externe Einflüsse zu immunisieren.

T4M: Webinare zu aktuellen technischen Medtech-Innovationen

Mit einer neuen Webinarreihe „Shaping the Future of Medical Technology“ will die Messe Stuttgart eine digitale Brücke zur T4M – Technology for Medical Devices 2021 schlagen und ein Update zu aktuellen Entwicklungen der Branche geben. Das erste Webinar findet am 10. Juni 2020 von 10 bis 11 Uhr statt und beschäftigt sich mit dem Innovationspotenzial von Mikrobearbeitung und Mikrosystemtechnik für Fertigung und Produktion. Die Themen weiterer Webinare sind die Optimierung der Fertigung durch Künstliche Intelligenz (KI) und Digitalisierung, die neuen Möglichkeiten der additiven Fertigung sowie die Sicherung von Qualität und UDI-Konformität.

Virtuelle MedtecLIVE: Community trifft sich im Netz

Die MedtecLIVE vernetzt alle Player der Medizintechnik-Branche: Vom klassischen Zulieferer über Forschungsgruppen und Start-ups bis hin zu Herstellern. 2020 findet das Netzwerk-Event zusammen mit dem MedTech Summit in Folge der Coronakrise erstmals virtuell statt. Drei Tage lang, vom 30. Juni bis 2. Juli 2020, bietet die virtuelle MedtecLIVE ein umfassendes Vortrags-Programm mit hochkarätigen Sessions. Im Online-Matchmaking tauschen sich Experten der Medizintechnik interessensorientiert in 1-zu-1 Videocalls aus. Ausstellern steht zudem ein umfangreiches Toolkit zur Verfügung, um ihre Neuheiten und Lösungen der Community zu präsentieren. Für Besucher ist das komplette Angebot der virtuellen MedtecLIVE kostenfrei zugänglich.

PDSG-Anhörung

Die Informationen zu Hilfsmittelversorgungen müssen schnellstmöglich in die elektronische Patientenakte (ePA) eingebunden werden. Das fordern die in der “Interessengemeinschaft Hilfsmittelversorgung” (IGHV) zusammengeschlossenen Hilfsmittelverbände im Vorfeld der Anhörung zum Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) am 27. Mai 2020. Bislang ist vorgesehen, dass die Versorgung durch Physio- und Psychotherapeuten, Pflegepersonal und Hebammen in der ePA verarbeitet werden kann und diese Berufsgruppen entsprechend an die ePA-Strukturen angebunden werden.

Indien: Zahlreiche Gesundheitsprojekte in der Pipeline

Indiens Wirtschaft ist seit der Ausbreitung des Corona-Virus weitestgehend zusammengebrochen. Die Krise macht noch einmal deutlich, dass der Subkontinent in Bezug auf seine medizinische Versorgung anderen Schwellenländern hinterherhinkt. In den kommenden Jahren haben Verbesserungen im Gesundheitswesen daher eine hohe Priorität.

Vier Maßnahmen zur Infektionsprävention

Infektionsprävention muss künftig eine dauerhafte gesundheitspolitische Priorität werden und sollte auch ein Schwerpunktthema auf der Agenda der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sein. Das fordert der BVMed-Fachbereich “Nosokomiale Infektionen” (FBNI) in einem Positionspapier mit dem Titel “Infektionen vermeiden – Bewusst handeln”. “Ein Großteil der behandlungsassoziierten Infektionen ist vermeidbar, vor allem durch bessere Hygiene.

Phillipinen: Medizinischer Bedarf nur durch Importe zu decken

Das Gesundheitssystem des Archipels galt bereits vor der Krise als ausbaufähig und die medizinische Versorgung insbesondere in abgelegenen Regionen als unzureichend. Nun soll der Gesundheitssektor durch verschiedene Maßnahmen gestärkt werden. Unter anderem ist eine reibungslosere Verteilung von medizinischen Ausrüstungen und Materialien durch eine erleichterte Zollabwicklung geplant. Außerdem hat die Weltbank dem Sektor einen Kredit in Höhe von umgerechnet 92 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Davon sollen unter anderem die Laborkapazitäten ausgeweitet und medizinische Geräte wie Beatmungsmaschinen, tragbare Röntgenapparate oder Testinstrumente angeschafft werden.

Bahrain und Covid-19: Stellenwert der Telemedizin

Dank eines soliden Gesundheitssystems und konsequenter Maßnahmen der Regierung scheint das kleine Golfemirat derzeit (noch) gut gegen die Corona-Pandemie gewappnet. Im Gesundheitssektor nimmt Telemedizin einen zunehmend höheren Stellenwert ein – eine Entwicklung, von der auch deutsche Exporteure profitieren können.

Bedarf an digitalen Gesundheitslösungen nimmt weltweit zu

Ob digitale Sprechstunde, E-Health oder KI in der Medizin: Digitale Gesundheitslösungen galten schon vor der Corona-Pandemie als Zukunftstrend. Jetzt erhält das Thema Digital Health einen zusätzlichen Schub. In einer Studie vergleicht Germany Trade & Invest (GTAI) die unterschiedlichen Digitalisierungsansätze wichtiger Gesundheitsmärkte. Welche Ziele haben sich einzelne Länder gesetzt? Welche Strategien werden verfolgt? Welche Schwerpunkte dominieren? Wie ist der Markt vor Ort und welche Chancen tun sich für deutsche Unternehmen auf? In insgesamt zehn Ländern wurde die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft anhand dieser und weiterer Fragen untersucht.