Portables WiFi-Ultraschallgerät ermöglicht zuverlässige Erstdiagnosen direkt vor Ort

Bei der Behandlung schwerer Unfallverletzungen kommt es auf jede Sekunde an. Eine möglichst frühe und korrekte Diagnose entscheidet dabei über Leben oder Tod des Patienten, vor allem wenn innere Blutungen vorliegen, die nur mit Hilfe bildgebender Geräte sicher erkannt werden können. Um die lebensrettenden Untersuchungen so früh wie möglich durchführen zu können, werden Notärzte, Krankenwagen und Rettungshubschrauber mit portablen Ultraschallgeräten ausgestattet. Die bisher auf dem Markt verfügbaren Geräte haben aber den Nachteil, dass sie viel zu unhandlich sind, nicht transportabel und für die Bildübertragung benötigten Kabel oftmals die Bewegungsfreiheit des medizinischen Personals einschränken. Mit dem Ultraschallscanner D8 und dem nochmals kleineren Modell Q7 der Youkey Deutschland GmbH gehören diese Probleme der Vergangenheit an. Ein LiIon-Akku ermöglicht eine Nutzungsdauer von vier bis acht Stunden bei geringer Wärmeentwicklung. Die Bilddatenübertragung erfolgt digital an WLAN-fähige Endgeräte, wie beispielsweise Smartphones oder Tablets. Beide Ultraschallgeräte können als sogenannte Handhelds flexibel an den Ort der Untersuchung gebracht werden und sind nicht stationsgebunden. Somit können die Sonographen nicht nur bei Notfalleinsätzen, sondern auch bei Visiten oder der Notaufnahme in Krankenhäusern, von Hausärzten oder zur Erstdiagnose bei Sportveranstaltungen eingesetzt werden.
Seit über 40 Jahren sind Ultraschallgeräte für die Untersuchung der inneren Organe und zur bildgestützten Diagnose aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Die rasante Entwicklung der letzten Jahre im Bereich der Prozessorleistung ermöglicht immer detailgenauere Aufnahmen, bis hin zu 3D-Ultraschall-Aufnahmen oder 4D-Live-Videos, die häufig in der Pränatal-Diagnostik zum Einsatz kommen. Ultraschallgeräte sind auch in der Notfallmedizin für die genaue Diagnose von inneren Verletzungen ein wichtiges Instrument. Viele Geräte müssen aber an das Stromnetz angeschlossen sein oder die Akkulaufzeit reicht nur für kurze Zeit. Die Notwendigkeit einer Festplatte zur Berechnung und Speicherung der Bilder sorgt weiterhin dafür, dass die Geräte nur eingeschränkt ortsflexibel verwendet werden können. „Der grundlegende Gedanke bei der Entwicklung unserer Ultraschallgeräte war daher, dass wir den Zeitpunkt der Untersuchung speziell im Abdomenbereich während der Behandlung eines Patienten möglichst früh ermöglichen wollten“, berichtet Andreas Wybieralski, Business Development Director Europe der Youkey Deutschland GmbH. „Durch eine Untersuchung direkt am Ort des Geschehens oder in den Rettungsfahrzeugen werden Zeit und Erkenntnisse gewonnen, die für eine lebensrettende Behandlung sehr wertvoll sein können.“
Geringe Wärmeentwicklung ermöglicht lange Scanzeit
Eines der Hauptprobleme bei der Arbeit mit Ultraschall ist dabei die starke Erwärmung der Geräte. Diese entsteht hauptsächlich durch die große Datenmenge, die verarbeitet und in Bilder umgerechnet werden muss. Bei stationären Lösungen wird dieser Temperatursteigerung mit Lüftern entgegengewirkt, sodass keine Einschränkungen in der Einsatzdauer entstehen. Um diese Problematik zu umgehen, hat Youkey eigene Chips entwickelt, die bei geringem Energieverbrauch eine sehr hohe Rechenleistung aufweisen. „Durch die Verwendung unserer patentierten Chip-Technologie in Kombination mit einer besonderen Platinenarchitektur sowie eine vollständig digitale Datenverarbeitung konnten wir die Wärmeentwicklung drastisch reduzieren“, berichtet Wybieralski. „Unsere Geräte Youkey D8 und Youkey Q7 können dadurch acht beziehungsweise vier Stunden im Dauereinsatz betrieben
werden, ohne abgekühlt oder geladen werden zu müssen.“ Bleiben die Geräte fünf Minuten ungenutzt, wechseln sie automatisch in den Standby-Betrieb, um Strom zu sparen. Die Anlaufzeit bei Wiederinbetriebnahme beträgt etwa fünf Sekunden. Für eine vollständige Ladung benötigt der Youkey Q7 etwa zwei Stunden. Die Ladung kann dabei mittels USB-C-Anschluss sowohl über einen 230-Volt-Haushaltsanschluss als auch über das Bordnetz von Rettungsfahrzeugen erfolgen. Des Weiteren ist eine Induktionsladelösung in Vorbereitung.
Multiple Einsatzszenarien und einfaches Handling der Sondenköpfe
„Unser Wunsch bei der Entwicklung bestand hauptsächlich darin, den Ultraschall als Untersuchungsmethode ortsflexibel zu machen und ihn zu den Patienten zu bringen, als Ergänzung zu den bereits vorhandenen stationären Ultraschallgeräten“, erläutert Wybieralski. „Das reicht vom Einsatz in Notarztfahrzeugen über Hausbesuche in Privatwohnungen oder Seniorenheimen bis hin zur Verwendung im Operationssaal und dem Anästhesiebereich.“ Im Rahmen der Hausbesuche liegt der Vorteil für die Patienten dabei auf der Hand, da die Untersuchung zum einen sofort erfolgen kann und ein umständlicher und manchmal kostspieliger Transport in die Praxis oder ins Krankenhaus entfällt. Dank des niedrigen Gewichts von circa 160 Gramm und der kompakten Bauweise lassen sich die Youkey-Geräte außerdem leicht transportieren. Eine Übertragung von Keimen durch die Verwendung kann verhindert werden, da die komplette Einheit ohne Qualitätseinbußen in eine sterile Tüte verpackt werden kann und so hermetisch vom Patienten getrennt ist. Das Fehlen jeglicher Kabel erleichtert den Einsatz des Geräts vor allem bei engen Platzverhältnissen und spart einen weiteren Desinfektionsschritt (des Kabelansatzes) nach dem Einsatz. „Besonderen Wert haben wir auf Multifunktionalität und Anwenderfreundlichkeit gelegt. Der Sondenkopf ist nicht fest verbaut, sondern kann je nach Anwendung schnell gewechselt werden“, erklärt Wybieralski. „Das Gerät erkennt automatisch den Sondenkopf und passt die Parameter beispielsweise für die Untersuchung von Herz, Abdomen oder Endokavität entsprechend an.
Für die Wiedergabe der Bilder nutzt die Ultraschalllösung von Youkey mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets. Die notwendige Gerätesoftware sowie die Apps wurden von Youkey selbst entwickelt und werden ständig aktualisiert oder an Kundenwünsche angepasst. Die Updates sind dabei für alle Nutzer kostenfrei. Um das mobile Endgerät als bildgebende Einheit verwenden zu können, muss die frei verfügbare App „SonoiQ“ über den AppStore geladen werden. Für den Datentransport verwendet Youkey den DICOM-Standard. „Durch die hohe Leistungsfähigkeit moderner Smartphones und Tablets können diese mit Hilfe unserer Software als bildgebende Geräte eingesetzt werden“, resümiert Wybieralski. „Auf diese Weise wird mit unseren Geräten D8 und Q7 eine unkomplizierte und schnelle Erstdiagnose möglich, völlig unabhängig von Zeit und Ort und das bei hoher Bildqualität und ohne Verkabelung.“
Quelle: youkey.eu






