Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einer Medizintechnik-Strategie – und die Bevölkerung hat klare Erwartungen an diesen Prozess. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) zeigt: 58% der Deutschen sprechen sich für schnellere Verfahren und weniger Bürokratie in der Branche aus. Weitere wichtige Anliegen sind die Vermeidung von Lieferengpässen sowie der Ausbau ambulanter Behandlungen.

Gefragt nach wichtigen Maßnahmen in Bezug auf die Medizintechnik-Strategie der Bundesregierung nennen 58% der Bevölkerung das Thema „Bürokratie abbauen und Verfahren beschleunigen“. 33% sind dafür, im Rahmen der Strategie Lieferengpässe besser zu vermeiden. Es folgen die Maßnahmen „Mehr Behandlungen ambulant durchführen“ (23%), „Gesundheitsdaten besser nutzen“ sowie „Medizinische Versorgung zuhause stärken“ (jeweils 21%).
„Das deckt sich mit den Erwartungen der Branche an den Prozess. Wir müssen gemeinsam die Rahmenbedingungen der Medizintechnik in Deutschland verbessern, um die Gesundheitsversorgung und zugleich den Standort zu stärken“, kommentiert BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll die Umfrage-Ergebnisse.
Digitalisierung und KI: Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung
Die Ausweitung der digitalen Versorgung und Telemedizin sowie einen stärken Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der medizinischen Versorgung nennen nur jeweils 10 Prozent der Bevölkerung als wichtige Maßnahmen im Rahmen der MedTech-Strategie. „Gerade bei diesen wichtigen Zukunftsaspekten für eine flächendeckende Gesundheitsversorgung der Menschen in Deutschland ist noch viel Aufklärungsarbeit erforderlich. Hier bergen medizintechnische Lösungen enormes Potenzial“, so BVMed-Geschäftsführer Möll.
Zur Umfrage
Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat im Auftrag des BVMed vom 1. bis 2. Dezember 2025 online 2.500 Bundesbürger:innen ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 3,7 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis.
Quelle: BVMed – Bundesverband Medizintechnologie e.V.
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